Gesellschaft
Deshalb profitiert die ganze Gesellschaft von einem Quartier4all:
- Generationensolidarität stärken
Ausserhalb der Familie gibt es immer weniger Berührungspunkte zwischen den Generationen. Der Austausch zwischen Jung und Alt ist jedoch zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er fördert das gegenseitige Verständnis und stärkt die Generationensolidarität. Unsere Gesellschaft basiert auf einem Generationenvertrag – man denke etwa an die AHV.
- Einsamkeit vorbeugen
In der Schweiz sind viele Menschen, insbesondere ältere, von Einsamkeit betroffen. Fehlende persönliche Beziehungen und mangelnde soziale Einbindung wirken sich negativ auf die Gesundheit und die Lebenserwartung aus. Nachbarschaftsorientierte Quartiere beugen Einsamkeit vor, indem sie Begegnungen ermöglichen und soziale Kontakte fördern.
- Selbständigkeit im Alter stärken
Eine altersfreundliche Umgebung stärkt die Selbstständigkeit älterer Menschen. Dazu zählen nicht nur bauliche Aspekte wie Hindernisfreiheit, sondern auch das Gefühl, im Quartier gut aufgehoben zu sein. Gute Nachbarschaftsbeziehungen erhöhen das Sicherheitsgefühl und damit das Wohlbefinden. Zudem spielen Nachbarinnen und Nachbarn bei der Unterstützung im Alltag eine wichtige Rolle.
- Betreuende Angehörige entlasten
Das Zusammenspiel professioneller Unterstützungsangebote mit nachbarschaftlicher Hilfe kann betreuende Angehörige wirksam entlasten. Dies schützt ihre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit, was sich wiederum positiv auf die Steuereinnahmen von Gemeinden und Kantonen auswirkt.
- Verbleib im vertrauten Umfeld ermöglichen
Auch in einem unterstützenden Wohnumfeld kann im Alter ein Umzug in eine spezialisierte Wohnform notwendig werden oder bewusst als geeignete Lösung gewählt werden. Die Integration spezialisierter Alterswohnangebote – etwa von Wohnungen mit Dienstleistungen oder Pflegewohngruppen – in bestehende Quartiere ermöglicht es älteren Menschen, trotz veränderter Bedürfnisse in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben.
- Wachstum der Gesundheitskosten bremsen
Je länger ältere Menschen selbstständig zu Hause leben können, desto stärker lässt sich das Kostenwachstum im Gesundheitswesen bremsen. Möglich wird dies häufig durch ambulante Unterstützung, etwa durch die Spitex. Dies hat den grossen Vorteil, dass ältere Menschen in ihr soziales Umfeld eingebunden bleiben. Auch stabile soziale Kontakte und nachbarschaftliche Unterstützung tragen dazu bei, dass sie länger in den eigenen vier Wänden wohnen können. -
Gesundheit fördern
Sozial eingebundene Menschen sind psychisch und physisch gesünder. Begegnungsmöglichkeiten, sichere Aussenräume und kurze Wege fördern Bewegung, soziale Interaktion und Prävention – und damit langfristig tiefere Gesundheitskosten insgesamt. -
Zivilgesellschaftliches Engagement stärken
Wo Menschen sich kennen und austauschen, steigt die Bereitschaft, sich zu engagieren – etwa in Vereinen oder lokalen Projekten. Quartiere mit starken sozialen Netzwerken stärken damit die lokale Demokratie und das Verantwortungsgefühl für das Gemeinwesen.